Hi, wir sind Eduard und Ahmad. Vielleicht kennst du uns von TikTok als Ed und Achi, vielleicht auch gar nicht. Was du aber eventuell kennst, ist diese Seite hier: Hoodside gibt es seit fast zehn Jahren, und ein ordentlicher Teil davon ist auf unserem Mist gewachsen.

Wir schrieben hier über unser eigenes Projekt, auf einer Seite, die für uns der Anfang von allem war. Aber genau das ist die Geschichte: Wie zwei Jungs, die 2015 Rapper-Outfits auf Facebook gepostet haben und mit dummen Sprüchen kommentiert haben, zehn Jahre später eine Tarif-Seite betreiben.

2015: Angefangen hat alles mit StyleBro

Unser erstes Projekt hieß StyleBro. Wenn du uns fragst, was der Masterplan dahinter war: Es gab keinen. Wir waren jung, viel im Internet unterwegs, haben Rap gehört und wollten irgendwas Eigenes bauen. Aus einer Schnapsidee wurde eine Seite, aus einer Seite wurden Beiträge, und irgendwann kamen tatsächlich Leute vorbei.

Die Idee war, Outfits aus der Szene aufzugreifen, sie auseinanderzunehmen und Alternativen dazu zu zeigen. Dazu kamen Sprüche, weil wir uns selbst nicht ernst genommen haben. Halb Style-Guide, halb Comedy. Rückblickend war genau das der Grund, warum es funktioniert hat: Fashion-Seiten gab es massig, aber wenige, die so geschrieben waren, wie wir mit unseren Freunden geredet haben.

Danach kam Hoodside dazu, größer aufgezogen, mit Rapper Outfits, Reviews, Sales und irgendwann einem eigenen Rap Dictionary. Merk dir das Dictionary, das kommt später nochmal.

Das eigentliche Learning war nicht Mode, sondern SEO

Was wir in der Zeit gelernt haben, hatte am Ende wenig mit Klamotten zu tun, sondern mit SEO. Nur eben nicht mit dem SEO, das in Kursen unterrichtet wird.

Der klassische Weg geht so: Du öffnest ein Keyword-Tool, schaust dir Suchvolumen und Konkurrenz an, suchst dir eine Lücke und schreibst den Artikel. Funktioniert. Ist aber auch das, was tausend andere gleichzeitig machen, weil sie exakt dieselben Zahlen vor sich haben.

Wir haben es meistens andersrum gemacht. Wir haben Sachen aufgegriffen, die es in den Tools noch gar nicht gab. Begriffe, die auf der Straße, in Songs oder in Kommentarspalten auftauchten, für die es aber noch keinen einzigen Datenpunkt gab. Und genau da liegt der Trick: Jugendsprache ist extrem schnelllebig. Bis ein Wort in irgendeiner Keyword-Datenbank mit sauberem Suchvolumen auftaucht, ist der Zug oft schon abgefahren. Wenn du aber mitten in der Szene steckst, hörst du es Monate früher.

Das beste Beispiel: Haifischnikez

Der Klassiker ist Eduards Entdeckung. Er hat als erster kapiert, dass die jungen Leute nicht nach „Nike Air Max Plus“ suchen, sondern nach Haifischnikez.

Falls du nicht weißt, worum es geht: Gemeint ist der Nike Air Max Plus, auch als TN oder Tuned 1 bekannt, ein Sneaker, den Nike schon 1998 rausgebracht hat. Der Spitzname kommt aus dem Deutschrap. 2015 gab es den Track „HaifischNikez“ von LX und Maxwell zusammen mit Gzuz, richtig explodiert ist die Sache dann im Dezember 2018, als die 187 Strassenbande „HaifischNikez Allstars“ nachgelegt hat, inklusive Musikvideo mit Benz im Sneaker-Lack.

Der Punkt ist: Als Eduard den Beitrag geschrieben hat, stand in keinem Tool ein brauchbares Suchvolumen für das Wort. Offiziell gab es diesen Suchbegriff quasi nicht. Bei der Jugend war er längst da. Ergebnis war eine der stärksten Seiten, die wir je hatten, mit zig Besuchern über Jahre hinweg. Den Beitrag gibt es übrigens bis heute: Haifischnikez aka Nike Air Max Plus TN.

Und nebenbei lief immer schon das Deal-Thema

Was in der ganzen Zeit nie aufgehört hat: Eduard und ich haben uns privat ständig Deals geschickt. Das war nie Arbeit, das war einfach unser Ding. Der eine findet was, der andere schickt zwei Minuten später den Gegenbeweis, dass es woanders noch günstiger ist.

Das ist auch auf den Seiten gelandet. Selbst in der Streetwear-Phase haben wir regelmäßig die besten Fashion-Deals gepostet. Nike Presto für unter 60 Euro zum Beispiel, oder der klassische Air Force One, wenn er irgendwo ordentlich reduziert war. Das waren oft die Beiträge, bei denen am meisten zurückkam, weil die Leute direkt was davon hatten.

Im Nachhinein war das der eigentliche rote Faden. Nicht Mode. Nicht Rap. Sondern: gute Preise finden und weitersagen.

Dann trennten sich die Wege erstmal

Irgendwann ist das Leben dazwischengekommen, wie das so ist. Ich habe mich aufs Studium konzentriert und meinen Bachelor gemacht. Eduard ist in die Selbstständigkeit gegangen und war als Unternehmer unterwegs.

Die Seiten liefen weiter, aber kein neuer Input mehr. Wir haben uns weiter gesehen, nur eben nicht mehr an Projekten.

Ein Treffen, eine Idee: tarifgut.de

Und dann saßen wir irgendwann wieder zusammen und haben uns an die alten Zeiten erinnert. An die Jahre, an denen wir an Beiträgen gebastelt haben. An das Gefühl, was Eigenes zu bauen.

Der Gedanke war dann ziemlich schnell da: Warum machen wir das eigentlich nicht wieder? Nur diesmal mit allem, was wir seitdem gelernt haben, und in einem Bereich, in dem man Leuten richtig Geld sparen kann.

So ist im Februar 2025 tarifgut.de entstanden. Deals, Handytarife, SIM-only, Internet, Wechselboni, Prepaid. Denn seien wir ehrlich: Kaum eine Branche ist so darauf ausgelegt, dass du den Überblick verlierst. Kleingedrucktes, Preiserhöhung nach 24 Monaten, Boni, die man extra beantragen muss und die deswegen die Hälfte der Leute nie sieht. Genau da wollten wir aufräumen, in normaler Sprache und mit klarer Ansage, wann sich etwas nicht lohnt.

Ed und Achi: warum wir jetzt doch vor der Kamera stehen

Jetzt kommt der Teil, über den wir früher nur gelacht hätten. Zu StyleBro-Zeiten wollten wir uns auf keinen Fall zeigen. Text ja, Gesicht nein.

Bei tarifgut war schnell klar, dass das nicht funktioniert. Wenn du Leuten sagst, welchem Anbieter sie 24 Monate lang Geld überweisen sollen, wollen sie wissen, wer da eigentlich redet. Vertrauen entsteht über Gesichter, nicht über Textbausteine. Also haben wir uns überwunden und @edundachi gestartet.

Mittlerweile sind wir dort bei über 15.000 Followern, und die Kommentarspalte ist inzwischen unsere beste Recherchequelle. Wir bekommen Fragen, auf die wir selbst nie gekommen wären, und sehen in Echtzeit, wo Leute hängenbleiben. Klassiker: Bei Videos über bestimmte Anbieter schreiben regelmäßig Leute, welches Netz angeblich dahintersteckt, und liegen daneben, weil sich das in den letzten Jahren mehrfach geändert hat. Genau solche Missverständnisse arbeiten wir dann in Beiträgen auf.

Der Punkt, an dem es größer wurde als eine Tarif-Seite

Je länger wir das gemacht haben, desto deutlicher ist uns etwas aufgefallen, womit wir am Anfang nicht gerechnet hatten.

Es gibt in Deutschland Gruppen, die bei solchen Themen komplett durchs Raster fallen. Nicht, weil sie zu doof wären, sondern weil ihnen niemand etwas in ihrer Sprache erklärt. Wer nicht mit Deutsch aufgewachsen ist, steht vor einem Mobilfunkvertrag wie vor einer Wand. Widerrufsfrist, Bonitätsprüfung, Portierung, Mindestvertragslaufzeit. Und dann unterschreibt man halt irgendwas im Handyladen um die Ecke, weil der Verkäufer nett war.

Das kennen wir aus der eigenen Familie. Eduards Wurzeln liegen in Kasachstan, Ahmads in Afghanistan. Wir haben beide erlebt, wie Verwandte mit Verträgen nach Hause kamen, die keiner erklärt hatte, und wie selbstverständlich es war, dass man dafür den Neffen fragt, der „was mit Internet macht“.

Deswegen haben wir angefangen, unsere Inhalte auch auf Farsi und auf Russisch zu machen. Eigene Kanäle, dieselben Themen. Die Resonanz war ehrlich gesagt heftiger, als wir dachten. Es geht dort selten um den letzten Euro Ersparnis, sondern erstmal ums Verstehen: Was steht da eigentlich in meinem Vertrag? Werde ich hier gerade über den Tisch gezogen?

Und da schließt sich der Kreis zum Rap Dictionary von damals. Da ging es darum, Begriffe zu erklären, die alle benutzen und keiner erklärt. Zehn Jahre später machen wir exakt dasselbe, nur mit Tarifverträgen statt mit Slang.

Und dann wurde tarifgut zu eng: holdeinhak.de

Die Geschichte geht aber noch weiter, und das ist der Teil, der uns gerade am meisten Spaß macht.

Bei Ed und Achi ist uns nämlich ziemlich schnell etwas passiert, das wir nicht geplant hatten: Wir haben angefangen, ganz normale Deals zu posten. Ein Airfryer für 119 Euro, Sneaker um 70 Prozent reduziert, ein Ryanair-Blitzverkauf. Einfach, weil wir es gesehen haben und den Leuten helfen wollten.

Das Problem: Der Kanal war eigentlich für tarifgut gemacht, und tarifgut ist eine Tarif-Seite. Ein Kühlschrank-Deal passt da thematisch null rein. Wir standen also vor der Wahl, entweder solche Deals zu lassen, oder die Seite zu verwässern. Beides fühlte sich falsch an.

Also haben wir holdeinhak.de gebaut. Da können wir endlich breit gefächert alles posten: Elektronik, Kleidung, Schuhe, Haushalt, Reisen, Mobilfunk, Lebensmittel. Es ist eine Community-Seite, das heißt du kannst Deals selbst posten, sie mit „HAK“ oder „NOPE“ bewerten, Prämien sammeln und die gegen echte Gutscheine tauschen. Ehrlich gesagt ist holdeinhak damit das, was wir 2015 schon gemacht haben. Nur dass es damals Nike Presto für unter 60 Euro war und heute alles von Sneakern bis zum Stromtarif.

Was wir aus zehn Jahren mitgenommen haben

Falls du selbst überlegst, was Eigenes zu starten, hier die vier Sachen, die wir jedem mitgeben würden:

  • Sei da, wo die Tools noch nicht sind. Der beste Keyword-Fund unserer Karriere stand in keiner Datenbank. Wenn du in einer Szene wirklich drin bist, ist das ein Vorsprung, den dir kein Budget der Welt wegnimmt.
  • Achte darauf, was du sowieso schon machst. Wir haben uns jahrelang privat Deals geschickt, ohne zu merken, dass genau das mal unser Geschäft wird.
  • Pausen sind kein Scheitern. Zwischen unseren beiden Phasen liegen Jahre. Wir kamen mit Studium, Selbstständigkeit und deutlich mehr Erfahrung zurück.
  • Wenn was nicht auf die Seite passt, bau eine neue Seite. Klingt banal, ist aber der Grund, warum es holdeinhak gibt.

Und jetzt?

Hoodside wird vielleicht irgendwann weiter geführt, tarifgut wächst, holdeinhak fängt gerade erst an, und wir sitzen immer noch zusammen und bauen Sachen, so wie 2015. Nur dass wir heute wissen, was wir tun. Meistens jedenfalls.

Wenn du in einem Vertrag hängst, von dem du nicht genau weißt, was er kostet, schau bei tarifgut.de vorbei. Wenn du einfach gute Deals abstauben willst, egal ob Sneaker, Technik oder Reisen, dann bei holdeinhak.de. Und falls du uns lieber quatschen hörst: TikTok und Instagram.

Kategorien: Stars

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